Die besten Erlebnisse entstehen manchmal spontan.
Eigentlich hatte ich sowieso vor, mir das Konzert von Tonfusion in Markgröningen anzuschauen und hatte meine Karte bereits in der Tasche. Am Morgen des Konzerttags schrieb mir Jenni dann, ob ich mir vorstellen könnte, am Abend zusätzlich die Fotos zu machen. Da musste ich nicht lange überlegen. Spannende Konzerte fotografiere ich ohnehin gerne – und so wurde aus einem Konzertbesuch ganz spontan ein Fotoauftrag.
Unter dem Motto „Vom Schatten zum Licht“ nahm Tonfusion das Publikum mit auf eine musikalische Reise voller Emotionen, Geschichten und Kontraste. Bereits die Setlist machte das Konzept deutlich. Im ersten Teil, dem „Schatten“, standen Stücke wie Skyfall, This Is Me, Into The West, Fields Of Gold, Flashlight, Both Sides Now und Fix You auf dem Programm. Songs voller Nachdenklichkeit, Selbstfindung und Hoffnung.
Besonders gelungen war dabei die Art, wie die Chorleiterin Chrissi mit kleinen Geschichten und Gedanken zwischen den Liedern durch den Abend führte. Dadurch entstand ein roter Faden, der die musikalische Reise greifbar machte und die Verbindung zwischen den einzelnen Stücken wunderbar unterstrich.
Nach der Pause wurde es heller – im wahrsten Sinne des Konzertmottos. Der zweite Teil stand ganz im Zeichen des Lichts. Mit Songs wie Die With A Smile, You Are The Reason, Memories, What A Wonderful World, Feeling Good, Dream On und dem abschließenden Unwritten entwickelte sich das Programm immer mehr zu einem positiven, energiegeladenen Finale.
Begleitet wurde der Chor von Schlagzeug und Kontrabass, was den Arrangements zusätzlichen Charakter verlieh und für einen angenehm vollen Klang sorgte.
Für mich als Fotograf war der Abend ebenfalls eine spannende Abwechslung. Normalerweise bin ich überwiegend bei Metal-, Punk- und Rockkonzerten unterwegs. Dort geht es oft laut, wild und energiegeladen zu. Ein Chorkonzert ist da ein ganz anderes Erlebnis. Die Energie ist nicht weniger spürbar, sie zeigt sich nur auf eine andere Art – in den Stimmen, den Emotionen und dem Zusammenspiel der Menschen auf der Bühne.
Und genau diese Menschen haben den Abend besonders gemacht. Man hat sofort gemerkt, wie herzlich und offen die Gemeinschaft innerhalb des Chors ist. Diese Atmosphäre war nicht nur während des Konzerts spürbar, sondern auch danach.
Denn nach dem offiziellen Teil wurde noch ausgiebig gefeiert. Und ich muss zugeben: Dass ein Chor bei einer Aftershowparty problemlos mit Metal- und Punkbands mithalten kann, hätte ich vorher nicht erwartet. Gute Gespräche, viel Gelächter und jede Menge gute Stimmung machten den Abend zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Vielen Dank an Tonfusion für einen wunderschönen Abend und die herzliche Aufnahme. Und ein ganz besonderes Dankeschön an Jenni für die spontane Anfrage am Morgen und das Vertrauen. Ich freue mich, dass ich dabei sein durfte.
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